FAQ

    Allgemeines

    1. Enthalten Reinigungs- und Pflegeprodukte gefährliche Chemikalien?

      Die Hersteller verwenden ausschließlich Inhaltsstoffe, die für die Funktion des Produkts unverzichtbar sind, und das auch nur, wenn die Inhaltsstoffe bei Verwendung gemäß den Anweisungen des Herstellers als „sicher“ eingestuft werden. Die grundlegende Frage lautet hier: „Wie entscheidet die Industrie, ob ein Inhaltsstoff sicher ist?" Die Antwort auf diese Frage hängt mit den Gefahren- und Risiko-Ansätzen zusammen, die unter dem Stichwort SICHERHEIT erläutert werden.

      Bei der Entscheidung, welche Risikomanagement-Maßnahmen angewendet werden, stützen sich die Hersteller auf die Ergebnisse der Risikoanalyse der Chemikalien. Sobald nachgewiesen ist, dass die Verwendung eines Inhaltsstoffes unter bestimmten Bedingungen sicher ist und diese Bedingungen der korrekten, beabsichtigten Verwendung des Produkts entsprechen, wird dieser Inhaltsstoff als für die Verwendung im Produkt sicher eingestuft. Auf der Verpackung geben die Hersteller alle relevanten Informationen und Empfehlungen an, damit der Verbraucher die Produkte sicher und wirksam verwenden kann.

    2. Führt die Reinigungsmittelindustrie für ihre Produkte Tierversuche durch?

      Wir setzen uns für die Abschaffung von Tierversuchen ein. Seit mehr als 20 Jahren streben wir die Verringerung der Zahl von Tierversuchen, die Verfeinerung der Untersuchungsmethoden und den Ersatz von Tierversuchen durch alternative Methoden an. Die meisten Wasch- und Reinigungsmittel kamen bereits in der Vergangenheit ohne Tierversuche zu den Verbrauchern. Dies wird auch weiterhin so bleiben. Tierversuche werden nur durchgeführt, wenn es keinen alternativen Ansatz gibt. A.I.S.E. und Cefic unterstützen die Partner der europäischen Initiative EPAA (European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing). Die EPAA ist das erste Kooperationsprojekt dieser Art zwischen den Diensten der Europäischen Kommission, großen Unternehmen und Handelsverbänden aus sieben Industriesektoren. Ziel der Partnerschaft ist es, Wissen, Forschung und Ressourcen zu bündeln, um die Entwicklung, Validierung und Akzeptanz alternativer Ansätze zu Tierversuchen innerhalb von zunächst fünf Jahren zu beschleunigen.

    3. Ich leide an diversen Allergien. Woher weiß ich, welche Produkte ich verwenden kann?
      Wenn Sie eine Allergie haben, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, um feststellen zu lassen, durch welche Allergene oder Inhaltsstoffe die Allergie ausgelöst wird. Um eine allergische Reaktion zu vermeiden, sollten Sie Produkte wählen, in denen die entsprechende(n) Substanz(en) nicht enthalten sind. Die Detergenzienverordnung schreibt vor, auf den Verpackungen von Wasch- und Reinigungsmitteln Informationen zu deren Inhaltsstoffen zu geben werden und die Inhaltsstoffe zusätzlich auf einer Website zu nennen. Die Website-Adresse befindet sich auf der Verpackung. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, sich an den in Ihrem Land zuständigen Verbaucherdienst des Unternehmens zu wenden. Die Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse sollten auf der Verpackung zu finden sein. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihren Arzt, der beim Unternehmen ein medizinisches Datenblatt anfordern kann.
    4. Ich möchte gerne mehr über ein spezielles Produkt wissen. Wie gehe ich vor?

      Der wichtigste Ratschlag, den wir Ihnen als Reinigungs- und Pflegemittelhersteller geben können, ist zugleich der einfachste: Bitte lesen Sie vor Verwendung eines Produkts immer die Verpackungshinweise.

      Nähere Informationen über ein Produkt erhalten Sie bei Bedarf auch beim Verbaucherdienst des betreffenden Herstellers bzw. auf dessen Website.  Die EU-Detergenzienverordnung (EG) Nr. 648/2004 verpflichtet die Hersteller, Websites mit detaillierteren Informationen zu den Inhaltsstoffen bereitzustellen, die in dem jeweiligen Reinigungsprodukt verwendet werden.
      Weitere Hinweise zu ausführlicheren Informationen zu einem Wasch-, Reinigungs- oder Pflegemittel hier

    5. Kann ich ein Reinigungsprodukt in Kombination mit anderen Haushaltsreinigungsmitteln verwenden?

      Es ist davon abzuraten, Reinigungs- oder Pflegeprodukte zu vermischen. Auf der Verpackung finden Sie alle wichtigen Informationen zur sicheren und bestmöglichen Anwendung des betreffenden Reinigungs- oder Pflegemittels.  Die Anweisungen auf dem Etikett sorgfältig zu lesen und zu befolgen hilft zum einen, sich selbst und die Umwelt zu schützen, und zum anderen, die volle Leistungskraft des Produkts zu nutzen.  Weitere Informationen hier

      Siehe auch Sicherheitspiktogramme

    6. Sind Reinigungs- und Pflegemittel sicher?
      Die Industrie ist hochgradig daran interessiert, die sichere Verwendung ihrer Produkte zu gewährleisten. Es liegt auf der Hand, dass wir unseren Kunden nicht schaden wollen. Wir halten nicht nur sämtliche gesetzlichen Vorschriften ein, sondern bringen auch nie ein Produkt auf den Markt, solange uns nicht zuverlässige wissenschaftliche Daten zu seiner Sicherheit vorliegen. Dies entspricht auch unserem anspruchsvollen Ansatz in puncto Sicherheit. Wir sind dem Schutz von Mensch und Umwelt verpflichtet und überprüfen unsere Rezepturen regelmäßig anhand neuer wissenschaftlicher Daten, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.
    7. Sind alle in Wasch- und Reinigungsmitteln verwendeten Tenside biologisch abbaubar?

      Ja. Alle in Wasch- und Reinigungsmitteln (Detergenzien) verwendeten Tenside müssen die europäischen Vorschriften, d.h. die Detergenzienverordnung (EG) Nr. 648/2004, erfüllen. Diese Verordnung schreibt vor, dass alle in Wasch- und Reinigungsmitteln verwendeten Typen von Tensiden (anionisch, nichtionische, kationische und amphotere Tenside) vollständig biologisch abbaubar sein müssen. Alle Tenside müssen bewertet und die Ergebnisse für die Kontrolle durch die Behörden gut dokumentiert werden.  Weitere Informationen zum Thema biologische Abbaubarkeit hier

      Weitere Informationen zu Tensiden hier 

    8. Was bedeutet das orangenfarbene Quadrat mit dem schwarzen Kreuz? Warum ist auf manchen Produkten das Gefahrensymbol „Reizend“ abgebildet?

      Auf als gefährlich eingestuften Reinigungs- und Pflegeprodukten müssen laut einer EU-Vorschrift (Zubereitungsrichtlinie 1999/45/EG) bestimmte Informationen angegeben werden. Das Symbol „Andreaskreuz“ steht für die niedrigste Gefahrenstufe der gemäß der Zubereitungsrichtlinie eingestuften Produkte. Bei Produkten, die gemäß dieser Richtlinie als “reizend” für Augen oder Haut eingestuft sind, muss dieses Gefahrensymbol auf der Produktverpackung angebracht werden.  Weitere Informationen zu vorgeschriebenen Gefahrensymbolen hier

    9. Was unternimmt die Industrie, um die Qualität von Verbraucherinformation zu verbessern?

      Die Industrie setzt sich für verbrauchergerechte, sinnvolle und relevante Informationen zur sicheren, wirksamen und nachhaltigen Verwendung ihrer Produkte ein. Dies wird am besten durch eine klare und leicht verständliche Kennzeichnung mit Hinweisen zur korrekten Verwendung des Produkts gewährleistet.

      Mögliche Arten der Informationsbereitstellung sind unter anderem Etiketten, Websites und Kundendienst. Die gemeinsame Website der Industrie, auf der Sie sich gerade befinden, ist hierfür ein gutes Beispiel.

    10. Welche Maßnahmen hat die Industrie für den Umweltschutz ergriffen?
      Unsere Industrie befasst sich intensiv mit dem Thema Umweltschutz im Zusammenhang nachhaltiger Entwicklung. Die Hersteller arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Effizienz und Nachhaltigkeit bei der Herstellung und dem Transport und streben die Verwendung umweltfreundlicherer Inhaltsstoffe an. Darüber hinaus engagieren sie sich in zahlreichen Initiativen, die die Verbraucher darüber informieren sollen, wie sie ihre Produkte nachhaltig verwenden können.  Weitere Informationen zu den wichtigsten Initiativen der Industrie hier.

    Inhaltsstoffe

    1. Enthalten Reinigungs- und Pflegeprodukte Konservierungsstoffe?

      Ja. Konservierungsstoffe sind für viele Reinigungs- und Pflegeprodukte erforderlich, um zu vermeiden, dass das Produkt durch Mikroorganismen beeinträchtigt oder beim Gebrauch aus Versehen kontaminiert wird.  Weitere Informationen zu Konservierungsstoffen hier

      Weitere Informationen zur Sicherheit von Inhaltsstoffen hier

    2. Gibt es Wasch- und Reinigungsmittel, die Phosphate enthalten?

      Es gibt in einigen Ländern Produkte, die Phosphate enthalten. Phosphate spielen bei den derzeit erhältlichen multifunktionalen Produkten für Geschirrspüler eine sehr wichtige Rolle für die Optimierung des Verhältnisses von Inhaltsstoffen zu chemischer Belastung und hoher Spülleistung bei niedrigen Temperaturen, was den inländischen Energieverbrauch und somit auch die inländischen Treibhausgasemissionen verringert. Der Beitrag von Wasch- und Reinigungsmitteln zur Phosphorbelastung ist im Vergleich zu anderen Quellen (z. B. Landwirtschaft) begrenzt, während die Verwendung von Phosphat für bestimmte Anwendungen nach wie vor die bevorzugte Option für sichere, wirksame und ressourceneffiziente Produkte ist. Darüber hinaus können Phosphate durch eine moderne Abwasseraufbereitung abgetrennt werden.

      Trotzdem hat die Reinigungsmittelindustrie in den letzten 20 Jahren große Anstrengungen unternommen, den Gesamteinsatz von Phosphaten, insbesondere bei Waschmitteln, erheblich zu senken. Die Hersteller arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung der Effizienz und Nachhaltigkeit ihrer Produkte und streben die Verwendung umweltfreundlicherer Inhaltsstoffe an.

      Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit hier

    3. Löst die tägliche Nutzung von Reinigungsspray Asthma aus?

      Nein. Es gibt keine stichhaltigen Belege dafür.  Bevor ein Produkt auf den Markt kommt, werden umfassende Sicherheitsbeurteilungen durchgeführt. Die Hersteller gewährleisten durch strenge Tests und leicht verständliche Anweisungen, dass ihre Produkte für die Verwendung sicher sind. Weitere Informationen zum Thema Risikobewertung hier

    4. Sind die in Reinigungs- und Pflegeprodukten verwendeten Enzyme sicher?

      Ja. Die derzeit in Wasch- und Reinigungsmitteln verwendeten Enzyme sind für den Verbraucher ungefährlich. Dies ist in der veröffentlichten Literatur umfangreich dokumentiert. Enzyme sind für den Körper nicht giftig, leicht und vollständig biologisch abbaubar und stellen keine Gefahr für die Umwelt dar.
       
      Viele Proteine können bei wiederholter Inhalation Allergien auslösen. Pollen, Hausstaubmilben, Tierhautschuppen und Mehl sind bekannte Inhalationsallergene. Da es sich bei Enzymen um Proteine handelt, sind auch sie potenzielle Inhalationsallergene. Eine Allergie gegen Enzyme ist jedoch ein berufsbedingtes Risiko, das nur Arbeiter in Anlagen betrifft, in denen große Mengen an Enzymen eingesetzt werden und die Gefahr des wiederholten erheblichen Kontakts mit atmosphärischen Konzentrationen besteht. Langjährige Erfahrungen und zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass die in Wasch- und Reinigungsmitteln verwendeten Enzyme für den Verbraucher kein Allergierisiko darstellen.
       
      Es gibt keine Belege, dass Enzyme eine Sensibilisierung der Haut (allergisches Kontaktekzem) – einer anderen Form der Allergie, verbunden mit niedermolekularen Substanzen – hervorrufen.
       
      Für Menschen, die in Anlagen tätig sind, in denen Enzyme oder Reinigungsmittel hergestellt werden, gibt es die A.I.S.E.-Richtlinien zum sicheren Umgang mit Enzymen. Weitere Informationen zu diesen Richtlinien erhalten Sie bei A.I.S.E. Weitere Informationen zum Thema Risikomanagement hier.

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