Die Ökobilanz – Grundlagen

Life Cycle

Der Begriff Ökobilanz steht für die Untersuchung der mit einem Produkt verbundenen Umweltaspekte und möglichen Umweltbelastungen während seines gesamten Lebenszyklus – „von der Wiege zur Bahre“. Im Falle von Wasch- und Reinigungsmitteln gelten für die Ökobilanz Kriterien wie Auswahl der Rohstoffe, Produktion, der Vertrieb sowie Nutzung und Entsorgung.

Im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung ist es wichtig, dass der gesamte Produktlebenszyklus berücksichtigt wird. Beispielsweise sollte man nicht nur darauf achten, wie das Produkt hergestellt wird (Entwicklung, Herstellung, Verpackung, Vertrieb), sondern auch, wie es verwendet wird. Die allgemeinen Kategorien für die Umweltbelastung umfassen den Ressourcenverbrauch, die menschliche Gesundheit und ökologische Folgen (u.a. Auswirkungen auf Wasser, Energiebedarf, Abfallmenge).

Die folgende Ökobilanzgrafik zeigt, dass die meisten Umweltbelastungen bei Haushaltswaschmitteln in der Nutzungsphase auftreten. Deshalb ist es ein besonders vielversprechender Beitrag zum Umweltschutz, die Verbraucher dazu anzuregen, ihr Verhalten stärker an Kriterien der Nachhaltigkeit auszurichten.
Ökobilanz von Kompaktwaschmitteln im Hauptwaschgang
(Quelle: A.I.S.E. LCA Task Force)

Ökobilanz
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Anmerkung: COD = Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

Wie die Grafik zeigt, ergibt die Ökobilanz, dass bei Haushaltswaschmitteln die Umweltauswirkungen während der Nutzungs- und Entsorgungsphase besonders hoch sind. Jede Senkung der Verbrauchsmengen und Waschtemperaturen würde auch die Aufwirkungen von Produktions- und Transportenergie, Verpackung und festem Haushaltsmüll reduzieren – und damit auch die gesamten Umweltauswirkungen. Dies macht die Notwendigkeit deutlich, den nachhaltigen Verbrauch ebenso zu fördern wie die nachhaltige Produktion.


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