Sicherheitsinformationen

Derzeit gibt es zwei Arten von Sicherheitsinformationen über Wasch-, Reinigungs- und Pflegeprodukte: 

·     Mittels Gefahrenkennzeichnung, die gesetzlich vorgeschrieben ist

·     In Form von Sicherheitsinformationen, die vom Verband A.I.S.E. in Eigeninitiative ausgearbeitet wurden und den Unternehmen zur freiwilligen Verwendung bereitgestellt werden, sofern sie für die jeweiligen Produkte zutreffen. Siehe Sicherheitspiktogramme.

Gefahrenkennzeichnung: In bestimmten Fällen sind die Hersteller gesetzlich verpflichtet, auf dem Etikett auf mögliche Gefahren hinzuweisen (Gefahrensymbole plus dazugehörige Gefahren- und Sicherheitssätze). Um festzustellen, welche Gefahrensymbole und -hinweise auf dem Etikett erscheinen müssen, müssen die Hersteller ihre Produkte zunächst einstufen. Die Einstufung eines Produkts erfordert eine sorgfältige Analyse der Eigenschaften der Inhaltsstoffe des Produkts und der Konzentration dieser Stoffe, die mit darüber entscheidet, ob das Produkt im Sinne der Stoffrichtlinie und der Zubereitungsrichtlinie als gefährlich einzustufen ist.* Beide Richtlinien werden durch die Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ersetzt, die weltweit vereinheitlichen Regeln folgt. Daher werden nach und nach neue Warn- und Sicherheitshinweise auf den Etiketten zu sehen sein. Für weitere Informationen klicken Sie hier . Die Grundprinzipien der Sicherheitsbeurteilung werden sich nicht ändern.

Als Erstes muss der Hersteller die Gefahreneigenschaften aller einzelnen Inhaltsstoffe des Produkts bewerten. Im zweiten Schritt wird mittels Berechnungsverfahren und/oder toxikologischer Tests festgestellt, ob in Anbetracht der Eigenschaften der Inhaltsstoffe das Produkt als Ganzes gefährlich ist.

Die Prüf- und Berechnungsverfahren sind Teil der Prüfmethodenverordnung (EG) Nr. 440/2008 , der Zubereitungsrichtlinie (1999/45/EG) und der Verordnung zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (EG) Nr. 1272/2008. Die nationalen Behörden sind dafür zuständig zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Kennzeichnungsvorschriften für Produktetiketten von den Herstellern eingehalten werden.

Die Gefahrenkennzeichnung bezieht sich auf das Produkt in der Originalverpackung. Nicht berücksichtigt wird dabei, dass die meisten Produkte vor ihrer Verwendung verdünnt werden können. Darüber hinaus berücksichtigt das Gesetz auch nicht, auf welchem Weg der Anwender mit den Stoffen in Kontakt kommen kann (ein Faktor, der das Risiko erhöhen oder verringern kann, sich der gegebenenfalls gefährlichen Wirkung der Stoffe auszusetzen). Die Angaben auf dem Etikett des Produkts beziehen sich auf den potenziellen Gefahreneigenschaften, informieren die Anwender jedoch nicht über die tatsächlichen Auswirkungen bei der wirklichen Exposition gegenüber dem Produkt. Weiterführende Informationen über den Unterschied zwischen Risiko und Gefahr finden Sie hier.

Nähere Informationen über Gefahrensymbole, Risiko- und Sicherheitssätze können Sie  über folgende Adresse als pdf-Dokument herunterladen.
 
*Das Wort ‘gefährlich ’ hatt dieselbe Bedeutung und wird im selben Zusammenhang wie in der Zubereitungsrichtlinie verwendet.


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